Background

Hochschulpastoral

„Die Sendung des Evangeliums im Raum der Hochschule zu erfüllen heißt […], Mitverantwortung für einen universitären Wertekanon zu übernehmen und in diesem Kontext das spezifisch Christliche einzubringen. […] Die Kirche muss offensiv zur akademischen Gewissensbildung beitragen. […] Es ist Aufgabe der Hochschulpastoral, einen wertegebundenen Ordnungsrahmen im Gespräch mit den Leitungen, Lehrkörpern und hochschulpolitischen Akteuren […] einzufordern.“

Hochschulpastoral als Dienst der Kirche im öffentlichen Leben Deutschlands. Status quo und Zukunftsperspektiven vom 22. Januar 2013, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Wissenschaft und Kultur 36), Bonn 2013, S. 16.

Bildung

„Der Begriff ‚Bildung‘ bezieht sich nicht allein auf Unterricht und Ausbildung zum Beruf, die beide wichtige Gründe für die Entwicklung sind, sondern auf die umfassende Formung der Person.“

Caritas in Veritate. Enzyklika von Papst Benedikt XVI. vom 29. Juni 2009, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (VAS 186), Bonn 2009, Nr. 61.

 

Bildung bedeutet „Personen in ihrer vollen menschlichen Verwirklichung unterstützen“.

Caritas in Veritate. Enzyklika von Papst Benedikt XVI. vom 29. Juni 2009, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (VAS 186), Bonn 2009, Nr. 61.

 

„Bildung dient nicht nur der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, sondern sie dient der Persönlichkeitsentfaltung und ist maßgeblich für gesellschaftliche Teilhabe.“

Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft. Initiative von EKD und DBK für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung vom 28. Februar 2014, hg. von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Gemeinsame Texte 22), Hannover/Bonn 2014, S. 50.

 

„Zur Realisierung einer Gesellschaft, die Bildung von Anfang an und für alle ermöglicht, muss einerseits mehr Geld für Investitionen in Bildung zur Verfügung gestellt, andererseits aber auch die bisherige Verwendung finanzieller Mittel im Bildungsbereich überdacht werden.“

Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft. Initiative von EKD und DBK für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung vom 28. Februar 2014, hg. von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Gemeinsame Texte 22), Hannover/Bonn 2014, S. 50.

 

„Bildung ist ein wichtiges Fundament für ein erfülltes Leben.“

Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft. Initiative von EKD und DBK für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung vom 28. Februar 2014, hg. von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Gemeinsame Texte 22), Hannover/Bonn 2014, S. 52.

 

„Bildung ist ein Prozess, in dem vor allem die jeweils nachwachsende Generation, in zunehmendem Maße aber auch Erwachsene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen gewinnen, die sie benötigen, um heute in der Gesellschaft leben und zugleich die Gesellschaft für morgen aufbauen zu können. Diese Aufgabe einzulösen, ist einerseits Aufgabe der einzelnen Subjekte der Bildung, andererseits der gesellschaftlichen Akteure und des Staates.“

Heimbach-Steins, Marianne: Bildung und Chancengleichheit, in: Heimbach-Steins, Marianne (Hg.): Christliche Sozialethik. Ein Lehrbuch (Band 2). Konkretionen, Regensburg 2005, 50–81, hier: S. 67.

 

„Bildung im christlichen Sinne ist ganzheitlich gedacht. Sie beschreibt die tugendhafte Subjektwerdung des Menschen in Freiheit und Verantwortung vor Gott. […] Dieses Grundverständnis ist unvereinbar mit einer bloßen ökonomischen […] Indienstnahme von Bildung. […] Christlicher Humanismus als Grundlage von Bildung verbietet die Beschränkung von Bildung auf bloßer Funktionalität und Sachgerechtigkeit. Sie wäre sonst nur ein Instrument der Verzweckung des Menschen, so dass das Ziel der Subjektwerdung aus dem Blick gerät.“

Nass, Elmar: Christliche Sozialethik. Orientierung, die Menschen (wieder) gewinnt, Stuttgart 2020, 204–214, hier: S. 212.

 

Wissenschaft

„In der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung kommt die Herrschaft des Menschen über die Schöpfung deutlich zum Ausdruck. Wissenschaft und Technik sind wertvolle Mittel, wenn sie in den Dienst des Menschen gestellt werden und dessen ganzheitliche Entwicklung zum Wohl aller fördern.“

Katechismus der Katholischen Kirche [KKK]. Neuübersetzung aufgrund der Editio Typica Latina, München u.a. 2005, Nr. 2293.

 

„Wissenschaft und Technik sind auf den Menschen hingeordnet, dem sie ihre Entstehung und Entwicklung verdanken; die Bestimmung ihres Ziels und das Bewusstsein ihrer Grenzen finden sie somit nur in der Person und ihren sittlichen Werten.“

Katechismus der Katholischen Kirche [KKK]. Neuübersetzung aufgrund der Editio Typica Latina, München u.a. 2005, Nr. 2293.

 

„Je mehr […] die Macht der Menschen wächst, desto mehr weitet sich ihre Verantwortung, sowohl die der Einzelnen wie die der Gemeinschaften (GS 34).“

Gaudium et Spes [GS]. Pastoralkonstitution. Die Kirche in der Welt von heute, in: Rahner, Karl / Vorgrimmler, Herbert (Hg.): Kleines Konzilskompendium, Freiburg i.Br. u.a. 352008, 449–552, hier: Nr. 34.

 

 Gemeinwohl

„Eine Gesellschaft, die auf allen Ebenen bewusst im Dienst des Menschen bleiben will, setzt sich das Gemeinwohl als Wohl aller Menschen und des ganzen Menschen als vorrangiges Ziel.“

Kompendium der Soziallehre der Kirche, hg. vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Freiburg i.Br. u.a. 32014, Nr. 165.

 

„Die Forderungen des Gemeinwohls […] sind eng mit der Achtung und umfassenden Förderung der Person und ihrer grundlegenden Rechte verbunden. […] Dabei darf auch der Beitrag nicht vergessen werden, den jede Nation zu einer echten internationalen Zusammenarbeit im Hinblick auf das Gemeinwohl der gesamten Menschheit und auch der künftigen Generationen leisten muss.“

Kompendium der Soziallehre der Kirche, hg. vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Freiburg i.Br. u.a. 32014, Nr. 166.

 

 Frieden

„Die Herstellung und Unterhaltung militärischer Anlagen und der Erwerb von Waffensystemen […] binden Mittel, die für dringlich wahrzunehmende gesellschaftliche und politische Aufgaben nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Gerechter Friede vom 27. September 2000, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (DB 66), Bonn 42013, Nr. 131.

 

„Während man riesige Summen für die Herstellung immer neuer Waffen ausgibt, kann man nicht genügend Hilfsmittel bereitstellen zur Bekämpfung all des Elends in der heutigen Welt (GS 81).“

Gaudium et Spes [GS]. Pastoralkonstitution. Die Kirche in der Welt von heute, in: Rahner, Karl / Vorgrimmler, Herbert (Hg.): Kleines Konzilskompendium, Freiburg i.Br. u.a. 352008, 449–552, hier: Nr. 81.

 

 Menschenrechte

„Wenn die Würde des Menschen geachtet wird und seine Rechte anerkannt und gewährleistet werden, erblühen auch Kreativität und Unternehmungsgeist, und die menschliche Persönlichkeit kann ihre vielfältigen Initiativen zugunsten des Gemeinwohls entfalten.“

Fratelli tutti. Enzyklika von Papst Franziskus über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft vom 3. Oktober 2020, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (VAS 227), Bonn 2020, Nr. 22.

 

Nachhaltigkeit

„Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.“

Laudato Si. Enzyklika von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus vom 24. Mai 2015, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (VAS 202), Bonn 2015, Nr. 13.